Samstag, 11. Dezember 2010

Herbstgedicht (Polnisch und Deutsch)

Unten ein Übersetzungsversuch

Szumiał las, śpiewał las,
gubił złote liście,
świeciło się jasne słonko
chłodno a złociście...

Rano mgła w pole szła,
wiatr ją rwał i strzępił...
Opadały ciężkie grona
kalin i jarzębin...

Każdy zmierzch moczył deszcz,
płakał, drżał na szybkach...
I tak ładnie mówił tatuś:
Jesień gra na skrzypkach...

(Józef Czechowicz)

Wie er rauscht und singt, der Wald
Und verliert die goldne Krone
gleichfalls gold und kalt
scheint die helle Sonne

Morgens will der Nebel auf die Felder
Und Vom Wind zerfetzt
fallen auch die schweren Beeren immer seltner

Jeden Abend macht er nass, der kalte Regen
weinend tippt er auf die Scheibe
Und der Papa sagt uns schön deswegen
Herbst spielt die Geige

Dienstag, 21. September 2010

September

Es ist Septembers Vermächtnis, nachzudenken.
Über die merkwürdige Stille, die Sonne steht und mit ihr die Welt
Im Morgentau kalte Perlen wollen nicht berührt werden.
Das gelbe Blatt duldet sie und
Es stirbt bald und zeigt seine Schönheit und Milde, bevor es auf der Erde

Montag, 19. Juli 2010

An den Sohn

Deine Augen verraten alles
Den Traum, Freude und Enttäuschung
Der Spiegel der eigenen Seele, die jedoch eine andere ist
Die Reflexion ist eine Wiederbelebung des eigenen Ich
Nimm das Beste und vergiss den Rest

Dir Folgen

Folgen
Dir zu folgen bedeutet keine Angst zu haben
Sich aufzuschließen, die Welt zu erforschen in ihrer tiefsten Struktur
Ich gehe immer weiter und sehe nur Dich. Unser Weg führt durch die Lande unbeschreiblicher Schönheit
Überwältigender Farbenpracht und Helligkeit.
Wir ziehen an Welten vorbei, die Menschheit noch nicht sah.
Jede neue Landschaft überfordert mich und schließe die Augen und glaube ich bin am Ziel.
Nein Du führst mich immer höher und weiter. Jetzt kann ich nur noch wahrnehmen, die Phantasie setzt aus. Es gibt keine Vorstellung mehr. Nur
Staunen und Demut vor Deiner Unendlichkeit. Ich frage nicht. Deine Nähe wird Licht, auf das ich so lange sehnsüchtig wartete.

Linde

Linde

Die Linde duftet
Und trotzt dem feuchten Herbst.
Alt und immer verlockend die Sinne verwirrend
Nein ich bin immer noch da und meine Süße ist ewig

Glaube

Glaube
Wo finde ich dich
In Kindes strahlenden Augen
Am Sommerabend, auf dem Lande
In Menschen die mich umarmen

Bist Du es und nicht nur ein Naturgesetz und meine Schwäche
Ich glaube, ich glaube

Vernunft

Vernunft

Führe mich
Ich will dir folgen denn den Gefühlen
Sie sind verlogen ob gut oder böse
Und verleiten
Du bist der steinige Weg
Der immer zum Ziel führt
Und zum Sieg
Ich freue mich dann
Sind es doch

Gefühle?

Donnerstag, 15. Juli 2010

Letni wieczor

Heute ein polnischer Akzent. Eines meiner Lieblingsgedichte von Adam Asnyk. Ich werde es versuchen zu übersetzen, so gut ich kann.

Już zaszedł nad doliną
Złocisty słońca krąg;
Ciche odgłosy płyną
Z zielonych pól i łąk.

Dalekie ludzi głosy,
Daleki słychać śpiew
I cichy szelest rosy
Po drżących liściach drzew.

Promieni gra różana
Topnieje w sinej mgle,
A świeży zapach siana
Skoszona łąka śle.

Wraz z wonią polnych kwiatów,
Z gasnącym blaskiem zórz
Cicha poezja światów
W głąb ludzkich spływa dusz.

W półcieniu pierś olbrzymią
Podnoszą widma gór,
Nocnymi mgłami dymią,
Wdziewają płaszcze chmur.

I wiążą swoje skrzydła,
Podarty kryjąc stok,
Jak senne malowidła
Powoli toną w mrok.

Wieczoru blask niepewny
Oświetla obraz ten...
Ludzie w zadumie rzewnej
Gonią piękności sen.

Dienstag, 6. Juli 2010

Eine freie Entscheidung

Dich zu lieben ist nicht frei
zu sein
Ich muss es tun weil ich sonst verdurste
vor Angst sterbe
Bin ich dann noch frei?
Suche ich nicht einfach nur die Wärme nicht vergessene
ich bin nicht frei zu lieben
und erfreue mich dennoch Deiner

Sonntag, 20. Juni 2010

Licht

Wenn der Sonne Licht verblasst
dann dreht sich die Erde schneller
als ob sie meiner getrieben wäre
rastlos so bin ich auf der Suche nach Dir
nie satt bestehe nur noch aus Gier
dann bis du da, im blassen Mondeslicht
sehe ich nicht mal Dein Gesicht
bist Du mehr als Schatten überhaupt
der schwindet wenn der Morgen graut
und des Mondes Licht verblasst.

Montag, 31. Mai 2010

Kalter Mai

Regen wie damals der Himmel bricht
aber dieser Regen tötet deine düfte nicht

und wuchert die grüne welt
unter der nebel zelt

Wenn die Abendsonne
berührt die dunkle Waldeskrone
das letzte Mal, stirb die hoffnung nicht
sie bleibt wo das Laub dicht

An die Mutter

Vorbei ist die Zeit
die Sorge war von mir weit

nach Deine Stimme sehnte mein Herz
ich hörte sie nicht- o Schmerz!

Vorbei ist die Zeit als der Sommer unendlich war
und du warst immer da.

Längst hast Du das Haus verlassen
Lange konnte ich es nicht fassen.

Dann fand ich Deine Spuren im Fundament
Die bleiben dort bis zum End

Für sie
danke ich Dir!