Sonntag, 20. Januar 2013

Winterlauf

Wie oft bin ich diesen Weg schon gelaufen?
Im Mai fühle ich mich wie im Tunel. Das dicke Gestrüpe lässt nur schwer einen Blick in den Wald. Dahinter ist es aber dunkel. Der Nadelwald strahlt die Geborgenheit, die es sonst nicht gibt. Im Winter fliehe ich vor der Hektik der Weihnachtstage, vor dem Gefragtwerden, vor dem Zwang zu geben und zu nehmen. Während meiner ersten Runden durch diesen Wald war ich jünger, damals schien noch manches in naher Zukunft möglich. So stellte ich mir auch damals vor, ich würde jetzt anhalten, ein Zelt aufschlagen, und einfach im dunklen Wald wohnen. Der Tag neigte sich bereits. In einer Stunde sieht mich keiner. Vielleicht würde ein Fuchs seine Runden drehen oder ein Hase nach dem Nachversteck suchen und mit Staunen einen neuen Nachbarn entdecken. Ich würde zu dieser frühen Stunde viel Zeit haben, zum Beten, Nachdenken und Einschlafen. Ich müsste aber nicht ausgeschlafen sein. Morgen ist auch ein Tag, den ich zuerst nur verbringen, keine Lsietung erbringen  muss und niemandem etwas beweisen.
ICh wäre früh wach, vielleicht durch die wenigen Vögel vor allem durch dei Kälte. Keiner sieht mich ind iesem erbärmlichen Zustand. Ich danke Gott dafür.
Ncah vielen Tagen verbracht in diesem durchnässten Zelt, Tagen des Nichtstuns fange ich an, neue Menschen zu suchen. Bewust, freiwillig nähere ich mich ihnen. Und danke ebenfalls Gott dafür.